gebäudeautomation

Die frühzeitige Einführung eines einheitlichen Kennzeichnungssystems für die technische Gebäudeausrüstung (TGA) im Allgemeinen und die Gebäudeautomation im Speziellen bietet übergreifende Vorteile: von der Planung bis zur Instandhaltung von gebäudetechnischen Anlagen.

Beim Einsatz herstellerneutraler Systeme in der Gebäudeautomation profitieren Liegenschaftsbetreiber in besonderem Maße, wenn sie bereits frühzeitig ein einheitliches Kennzeichnungssystem für die technische Gebäudeausrüstung (TGA) einführen. Daraus ergeben sich übergreifende Vorteile in allen Phasen: Von der Planung über Errichtung und Inbetriebnahme bis zur Instandhaltung.

So kurz wie möglich – so lang wie erforderlich: Ein funktionales Kennzeichnungssystem enthält bereits in der Bezeichnung jedes Elements Informationen, etwa die Nummer der Liegenschaft, die Gebäudebezeichnung, den Informationsschwerpunkt (z.B. Elektro), Gewerkerkennung, Anlagenart, Funktion (z.B. Temperaturwert, Schaltwert, Feuchtigkeitswert etc.). Anlagen, Komponenten und deren Funktionen lassen sich auf diese Weise einheitlich bezeichnen.

Was viele Bauherren nach wie vor unterschätzen: Mit Hilfe des Kennzeichnungssystems werden auch die Funktionen der Gebäudeautomation (GA) eindeutig identifizierbar und in aller Regel auch sofort lokalisierbar.

Eine einheitliche, herstellerneutrale und logisch konsistente Beschriftung bietet Projektierern und Gebäudebetreibern zahlreiche Vorteile bei der Projektierung und beim Betrieb von Gebäudeautomationssystemen. Fließt das Kennzeichnungssystem in die Datenpunktbeschreibung ein, werden die dahinter liegenden GA- Funktionen für jeden Projekteilnehmer transparent. Dies ermöglicht es Ihnen, auf der Ebene der Automationsstationen herstellerneutral zu arbeiten und ist gleichzeitig eine wichtige Grundlage dafür, den Aufwand zur Bereitstellung der Management- und Bedienfunktionen erheblich zu reduzieren. Voraussetzung hierfür ist, dass ein solches Kennzeichnungs- und Adressiersystem bereits von Anfang an, vor Beginn der Projektierung, definiert und eingeführt wird.

So sollte bereits von Beginn an die Anforderung an die Planung gestellt werden, ein solches Kennzeichnungssystem nach VDI 3814 zu planen und umzusetzen. In Blatt 4.1. der Neufassung dieser VDI-Richtlinie für Gebäudeautomation finden sich umfangreiche Informationen und Praxis-Tipps zur Definition, Struktur und Methodik eines solchen Kennzeichnungssystems sowie Planungshilfen und Listen für die Umsetzung.

Mit einem im BIM (Building Information Modeling) vorab definierten Kennzeichnungssystem ist sichergestellt, dass alle Anlagen und Funktionen mit TGA-Bezug, von der Planung über die Umsetzung bis zum Betrieb, einheitlich sind und einheitlich übergeben / übernommen werden können. Damit werden Missverständnisse vermieden und die Zeit für unnötige Abstimmungen reduziert.

Wenn auf diese Weise Datenpunkte in Liegenschaftsportfolios benannt werden, kann man auf der Management-Ebene von allen Gebäuden einheitliche Bezeichnungen abrufen und Werte schneller zuordnen, visualisieren, auswerten und kontrollieren.

Zur schnellen und unkomplizierten Inbetriebnahme einer Management- und Bedieneinrichtung können beispielsweise Störmeldungen schnell und in großen Mengen in das Alarm- und Ereignismanagement überführt werden (Alarmmanagement) oder alle Feuchtigkeitswerte aus der Anlage komplett übernommen und im Trendmanagement zusammen überwacht werden, ohne dass man mühsam einzelne Werte übernehmen muss. Beim Einsatz von BACnet können Daten auch automatisch aus den Automationsstationen ausgelesen und übernommen werden, was den Aufwand für Abstimmungen und zur Pflege der Dokumentation drastisch reduziert.

Auch für die Umsetzung der Bedienfunktionen ergeben sich durch die Nutzung eines einheitlichen Kennzeichnungssystems zahlreiche Vorteile. So muss beispielsweise nicht für jede Anlage ein eigenes Bild erstellt werden. Da sich aus der Bezeichnung auch die Verortung ergibt, genügt ein einziges Anlagenbild, das mit den jeweiligen den jeweils zugehörigen Datenpunkten automatisch verknüpft wird. Eine enorme Zeit- und Kostenersparnis bei der Einrichtung der Bedienfunktionen!

Kennt der Bediener einer Management- und Bedieneinrichtung bzw. eines GLT-Systems den Anlagenschlüssel, muss er nicht mehr zwingend die hierarchische Visualisierung nutzen, um Änderungen vorzunehmen. Für viele Nutzer der herstellerneutralen GLT-Software B-CON genügt es, sich lediglich die Objektliste mit allen Datenpunktbezeichnungen anzeigen zu lassen und so beispielsweise gezielt Objekte nur nach der jeweiligen Bezeichnung zu ändern.

Die einheitliche Kennzeichnung und Beschriftung der einzelnen Objekte ermöglichen eine schnellere Identifizierung, Anpassung und Änderung. Das Management und die Bedienung des kompletten GA-Systems sind deutlich zeitsparender und für viele Nutzer auch einfacher.

Sie wollen auch mehr Effizienz und Zukunftssicherheit für Ihr technisches Gebäudemanagement? Die ICONAG-Experten unterstützen Sie gerne mit jeder Menge Praxis-Knowhow bei der Definition Ihres Kennzeichnungs- und Adressierungssystems – als Grundlage für den Aufbau einer herstellerneutralen Managementebene für Ihre Gebäudeautomation und Ihr Energiemanagement.

www.iconag.de

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April 26th, 2019

Posted In: Gebäudeautomation, Planungshilfen, Software

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